Mali - Reiseinfos


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A K T U E L L

Auswärtiges Amt, Stand 31.10.2014:

Dringende Sicherheitshinweise für die Region - Gefahr von Entführungen und Anschlägen

In den nordafrikanischen und den südlich an die Sahara grenzenden Ländern besteht eine erhöhte Gefahr terroristischer Gewaltakte, gezielter Entführungen und krimineller Übergriffe; sowohl kriminelle Banden als auch Al-Qaida im Maghreb (AQM) suchen derzeit gezielt nach Ausländern zum Zwecke der Entführung. In Algerien, Niger, Mali und Mauretanien kam es auch in jüngster Zeit zu Entführungen. Es ist, wie aktuelle Hinweise bestätigen, jederzeit mit weiteren Entführungen westlicher Staatsangehöriger zu rechnen. Gerade auch deutsche Staatsangehörige sind einer deutlich ansteigenden Anschlags- und Entführungsgefahr ausgesetzt. Das Auswärtige Amt rät von Reisen in entlegene oder nicht hinreichend durch wirksame Polizei- oder Militärpräsenz gesicherte Gebiete der Sahara, ihrer Randbereiche und der Sahelzone eindringlich ab.

Deutlich erhöhte Anschlags- und Entführungsrisiken bestehen u.a. für Ziele, an denen regelmäßig westliche Staatsangehörige verkehren. In einigen Gebieten, insbesondere in der Sahel-Sahara-Region, sind Sport- und Kulturveranstaltungen wie Wüsten-Rallyes oder Musikfestivals mit erheblichen Anschlags- und Entführungsrisiken verbunden.

Die Sicherheitsrisiken für Reisende differieren von Land zu Land und sind regelmäßig selbst innerhalb eines Landes unterschiedlich zu bewerten. Das Auswärtige Amt rät daher dringend, immer auch die landesspezifischen Sicherheitshinweise zu beachten.

Aktuelle Hinweise

Die Ebola Epidemie in den Ländern Guinea, Liberia und Sierra Leone kann sich unter Umständen in der Region weiter ausbreiten. Am 23. Oktober 2014 wurde der erste Ebolafall in Mali bestätigt. Ein zweijähriges bereits symptomatisches Mädchen wurde von seiner Großmutter am 19.10.2014 in öffentlichen Bussen aus Guinea über Bamako nach Kayes im Westen Malis gebracht, wo es am 21.10. stationär aufgenommen wurde und am 24.10. im Krankenhaus verstarb. Die Angehörigen befinden sich in Quarantäne. Obwohl die genaue Zahl der tatsächlichen Kontaktpersonen noch nicht bekannt ist, besteht für die Allgemeinheit zum jetzigen Zeitpunkt keine Gefahr. Die US-amerikanische Behörde für Krankheitsvorsorge- und Kontrolle (CDC) sowie die WHO sind vor Ort, um ein Präventionsprogramm zu etablieren. Das Auswärtige Amt rät die Nachrichtenlage intensiv zu verfolgen, allgemeine Hygienemaßnahmen einzuhalten und sich von sichtbar Kranken fernzuhalten.

Landesspezifische Sicherheitshinweise/Teilreisewarnung

Vor Reisen nach Mali mit Ausnahme der Hauptstadt Bamako wird weiterhin gewarnt.

Von nicht unbedingt erforderlichen Reisen nach Bamako wird abgeraten. Auch wenn sich die Sicherheitslage in der Hauptstadt entspannt hat, besteht weiterhin ein erhöhtes Risiko, Opfer von Entführungen und/oder Gewaltverbrechen zu werden. In Bamako wurden die Sicherheitsmaßnahmen bei der Zufahrt zum Flughafen und am Flughafen selber verschärft (Straßenkontrollen, Streifen).

Im Norden des Landes finden weiterhin vereinzelte militärische Kampfhandlungen statt. Es ist auch eine Zunahme krimineller Aktivität zu beobachten. Es besteht daher im Norden Malis ein besonders hohes Risiko, Opfer von Entführungen und anderer Gewaltverbrechen zu werden oder in Kampfhandlungen zu geraten.

Reisen über Land: Von Überlandfahrten wird auch wegen des Unfallrisikos und der Gefahr von Überfällen dringend abgeraten

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Zeitraum unserer Reise: 08.12.2006 bis 19.1.2007, Individualreise mit Rucksack

Hier einige praktische Reiseinfos zu verschiedenen Themen:

Sicherheit

Die Menschen in Mali sind freundlich und hilfsbereit, freuen sich fast immer über ein nettes Gespräch mit Besuchern. Wir haben uns im ganzen Land absolut sicher gefühlt. Überfälle oder Gewalt gegen Touristen gibt es praktisch nicht. Ausnahme davon ist eventuell das Gebiet nördlich / östlich von Timbuktu, wo es auf Wüstenpisten vereinzelt noch zu Überfällen kommen kann. Ziel sind in erster Linie Touristen mit eigenen, teuren Geländefahrzeugen. Offiziell ist der Touaregaufstand jedoch beendet.

Reiseorganisation

Bei einer selbstorganisierten Reise ist der Vorteil die freie und spontane Programmgestaltung sowie authentisches Erleben von Land und Leuten. Man muss sich aber darüber im Klaren sein, dass nicht alle Ziele einfach und jederzeit zu erreichen sind. Oft gibt es Wartezeiten an Busbahnhöfen. Ein Buschtaxi fährt eben erst dann los, wenn es voll ist. Man hat auch nicht ständig einen Guide an der Seite sondern muss sich selber kümmern. Es sind oft gerade diese Situationen, die das Leben in Afrika ausmachen und dem Reisenden viele schöne Kontakte bescheren. Wenn man ein klein wenig mehr Zeit mitbringt, ist man auch nicht darauf angewiesen, ständig eigene Fahrzeuge mieten zu müssen. Daher ist der finanzielle Aufwand einer selbstorganisierten Reise nicht grösser als bei einer Gruppenreise (eher geringer). Eine Gruppenreise eignet sich für Besucher, die in kurzer Zeit möglichst viele Ziele erreichen wollen ohne sich um die Logistik kümmern zu müssen. Es gibt gute Reiseveranstalter in Deutschland, aber auch in Mali (hauptsächlich mit Sitz in Bamako). Unbedingt auf einen guten Guide achten, der sein Revier kennt und die richtige Sprache spricht.

Guides

Guides sind nach meiner Erfahrung nur in zwei Gebieten notwendig, im Pays Dogon und in der Wüste. Unbedingt Guides aus der jeweiligen Gegend nehmen, die wirklich Sprach-, Kultur- und Ortskenntnisse haben (Dogon, Touareg). Überall sonst kommt man prima ohne klar und hat auf diese Weise einen viel direkteren Kontakt zu den Menschen, Französisch vorausgesetzt. Es gibt hervorragend ausgebildete Guides mit viel Erfahrung, aber leider auch die ganz jungen Möchtegern-Guides, von denen man an vielen Orten genervt wird. Wer ins Pays Dogon möchte, sollte besser erst in Bandiagara einen Guide nehmen, es gibt dort genügend gute Guides. Auf keinen Fall irgendwo vorher auf der Strasse einen Guide "vermitteln" lassen (ich hab da einen Bruder...). Immer erst mit dem Guide selber ein Gespräch führen und schauen, ob es passt. Guideempfehlung fürs Dogonland siehe unten unter Reisetips.

Zeitplanung

Bei einem Aufenthalt von 2 Wochen reicht es vielleicht für die wichtigsten Highlights. Wir waren insgesamt 3,5 Wochen in Mali unterwegs, allerdings überland vom Senegal kommend. Die Reiseroute verlief wie folgt:

Tambacounda (Senegal) - Kayes - Diangounte-Kamara - Bamako - Segou - Djenne - Sevare - Bandiagara - Sangha - Pays Dogon (3 Tage) - Hombori - Timbuktu - Bootstour Niger (4 Tage incl. Tabaski) - Mopti - Bamako - Kankan (Guinea)

Hier gehts zur Karte Westafrika mit einer Übersicht unserer gesamten Tour.

Mehr Zeit in Mali zu verbringen ist gar kein Problem. Es gibt Leute, die 10 Tage Trekking im Dogonland machen. Von Timbuktu aus kann man mehrtägige Touren mit Touareg Kamelkarawanen in die Wüste unternehmen. Es ist auch toll, einfach mal irgendwo ein paar Tage länger zu bleiben und mit afrikanischem Zeitgefühl zu leben.

Jedes Fahrzeug kann mal eine Panne haben, auch wenn wir in Mali offensichtlich viel Glück hatten. Also den Zeitplan lieber nicht allzu sportlich aufstellen. Wir hatten z.B. eine Übernachtung im Nomadenzelt eines Händlers am Nigerufer, weil wir die letzte Fähre nach Timbuktu nicht rechtzeitig erreicht haben.

Zahlungsmittel / Kosten

Die Währung in Mali ist der Franc CFA (Communaute Financiere Africaine, wie in 6 weiteren Ländern Westafrikas). Der Wechselkurs zum Euro ist fest, 1 Euro ist ungefähr 656 CFA. Andere Fremdwährungen (wie z.B. US$) sind nicht sinnvoll bzw. erforderlich. Reiseschecks habe ich nur für den allergrössten Notfall dabei, ansonsten ist das Einlösen immer ein ziemlich umständlicher Prozess, da Banken nie da sind, wo man sie gerade braucht und im Zweifelsfall gerade geschlossen sind... Geldwechsel am besten in Bamako. Entweder bei einer Bank oder bei Geldwechslern am Square Lumumba. Man kann auch in einigen Restaurants und Geschäften Geld wechseln. Kreditkarten werden kaum akzeptiert, aber man kann mit VISA Geld abheben, z.B. Geldautomat (ATM) BICI Bank, Boulevard du Peuple.

Preise in Mali (Stand Dez 2006)

Transport (immer inkl. 1 Rucksack)

Kidira - Kayes: 3.500 CFA (7-place)
Bamako - Segou: 3.500 CFA (Bus)
Bamako – Mopti: 6.000 CFA (Bus)
Segou - Djenne carrefour: 5.000 CFA (Bus)
Djenne carrefour - Djenne: 1.750 CFA (Bache, incl. Tax Djenne)
Djenne - Sevare: 2.500 CFA (7-place)
Sevare - Bandiagara: 1.800 CFA (Mercedes Transporter)
Sevare - Hombori: 5.500 (Bus)
Douentza - Timbuktu: 15.000 (4x4)
Timbuktu - Mopti: 25.000 CFA (Pinasse, inkl. Essen 4 Tage)
Mopti - Bamako: 9.500 CFA (Bus)
Bamako - Kankan: 11.000 CFA (7-place)

Bamako: - grüne Minibusse (Sotrama, Dourouni): 150 CFA p.P. - Taxifahrten Stadtzentrum: 1.00 bis 3.000 CFA

Übernachtung:
- Doppelzimmer: 5.000 CFA - 11.000 CFA
- Dormitoire: 2.500 CFA

Essen/Trinken:
- 1,5 Liter Mineralwasser: 600 bis 1.000 CFA
- 0,33 Liter Cola: 300 - 600 CFA
- kleine Flasche Castell Bier: 600 CFA
- grosse Fasche Bier:1.000-1.500 CFA
- Bananan 1 kg: 400 CFA
- Cafe au lait, Tee: 150 CFA
- Cafe au lait, baguette, omelette: 350 CFA
- Abendessen Restaurant: ab 1.500 CFA je Gericht
- Essen Foodstall: 300-600 CFA je Portion

Sonstiges:
- Dogon Guide: 12.000 - 15.000 CFA ( Richtpreis je Tag und Person, incl. Verpflegung, ohne Getränke u. Geschenke)
- Internet: 500 bis 2.000 CFA pro Stunde

Sprache

Mit Englisch kommt man nicht sehr weit, und auch nur bei sehr wenigen Leuten, die mit Touristen zu tun haben. Wenigstens ein paar Vokabeln vom Schulfranzösisch sollte man wieder aktivieren. Wer richtig Französisch spricht hat deutliche Vorteile. Alle Schilder (Strasse, Geschäfte etc.) sind auf Französisch. Vom kleinen Kind bis zum alten Greis kann man sich mit jedem unterhalten, das wertet die Reise deutlich auf. Zusätzliche Sympathiepunkte bekommt, wer ein paar Worte Bambara oder Peul kann.

Reiseausrüstung

- Moskitonetz mit einer Schnur zur Befestigung (Ein paar Nägel und Schrauben im Gepäck sind hilfreich)
- Taschenlampe / LED-Kopflampe (Es gibt nicht immer und überall Strom!)
- warme Jacke (In Timbuktu / Pays Dogon kan es nachts sehr kühl werden)
- kleiner Schlafsack für Übernachtungen im Freien / auf dem Boot. Mit etwas Glück bekommt man aber auch eine warme Decke.
- Micropur Tabletten (Brunnenwasser schmeckt oft sehr gut)

Stromspannung

In den größeren Städten 220 Volt Wechselstrom, 50 Hz; Es kommt häufig zu Stromausfällen.

Telefon

Die Vorwahl von Deutschland nach Mali ist 00223, die siebenstellige Rufnummer ist unmittelbar danach zu wählen. Von Mali nach Deutschland wählt man 0049. NOTRUFNUMMERN: Polizei 17, Unfallrettung 22 50 02, Feuerwehr 18.

Mobilfunk

Derzeit gibt es Roamingverträge mit Anbietern in Mali von E-Plus und O2. Vodafone D2 hat nicht funktioniert.

Feiertage

1. Januar (Neujahr), 20. Januar (Tag der Streitkräfte), Ostermontag, 26. März (Tag der Märtyrer), 1. Mai (Tag der Arbeit), 25. Mai (Tag der afrikanischen Einheit), Pfingstmontag, 22. September (Unabhängigkeitstag), 25. Dezember (Weihnachten) sowie zahlreiche, jährlich wechselnde islamische Feiertage. Das Geschäftsleben ist während des Fastenmonats Ramadan eingeschränkt.

Reisetips (einige Empfehlungen, ohne Anspruch auf Vollständigkeit, update 2009)

Bamako:

Unterkunft: Günstige und zentrale Unterkünfte gibt es nicht viele in Bamako, hier einige Tips:
• Mission Libanaise: vermietet nicht mehr!
• Mission Catholique: Zimmer im dormitoire ganz ok, 4000 CFA, guter Treffpunkt für Backpacker, schöner Innenhof, Teeküche, Kühlschrank, Fahrzeuge können im Hof parken. Tel. 20 22 77 61, rue Ousamane Bagayoko
• Auberge Lafia, Rue 367, No. 52, Tel. 76366894, 3 Tage vorher reservieren, Zimmer 10.000, Dormitoire 5.000 CFA, sehr angenehme Atmosphäre
• Paroisse Sacre Coeur, gegenüber der Kathedrale, Zimmer 6500 CFA, inkl. Frühstück, Kühlschrankbenutzung.

Essen: Relax (international), African Grill (afrikanisch, angenehmes Ambiente), Sukothai (thailändisch, supergut, etwas teurer)
Live Music: Centre Culturel Francais(Place de l'Independence), den Hogon Kulturclub gibt es leider nicht mehr!

Timbuktu:

Hotel Sahara Passion, am Stadtrand (s. Karte Timbuktu). Hotel Sahara Passion, am Rande der Stadt (siehe Karte Timbuktu). Ins Stadtzentrum läuft man ca. 10 bis 15 min. Übernachtung auf dem Dach 5.000 CFA, DZ ohne WC

Djenné:

Djenné lebt vom tollen Flair des Montagsmarktes, der Ort ist an den anderen Tagen sehr ruhig. Dann ist z.B.ein Halbtagesausflug zum Bozo-Dorf Sirimou und zum Peul-Dorf Senossa sehr zu empfehlen. Man kann die ganze Strecke laufen, aber mit einer kleinen Pferdekutsche ist man schneller am Ziel. Für diesen Ausflug ist ein Guide nicht schlecht, aber wenn man sich den Weg genau erklären lässt, geht es auch ohne.

Pays Dogon:

Unsere Trekkingtour: Bandiagara - Sangha - Bongo - Tiogou - Yendouma - Yendouma Ato - Youga Piri - Youga Dogourou - Youga Na - Koundou - Ibi - Nini - Banani - Ireli - Pegue - Bongo.

Wenn man relativ früh von Sevare nach Bandiagara aufbricht, bleibt dort noch genug Zeit um nach einem geeigneten Guide zu suchen. Wer allein unterwegs is kann sich evtl. schon vorher anderen anschliessen ujd dann gemeinsam planen und einen Guide nehmen. Die Faustformel ist 12.000 - 15.000 CFA für den Guide ( Richtpreis je Tag und Person, incl. Verpflegung, ohne Getränke u. Geschenke) Wir haben unseren Guide zufällig am gare routiere in Sevare kennengelernt. Es gab kein aufdringliches Verkaufsgespräch, eigentlich haben wir erst nach einiger Zeit erfahren, dass er aus Sanga stammt und als Guide arbeitet. Wir haben dann einen Vertrag für eine 4-tägige Tour mit ihm gemacht. Einen besseren und sympathischeren Guide hätten wir nicht finden können! Er spricht perfekt Französisch und die meisten Dogon Stammessprachen.

Kontakt:
Adama D. Dolo
Sangha, village Bongo
Tel. +223-9199552

Adama ist 38 Jahre alt, hat viel Erfahrung und kennt das Pays Dogon wie seine Westentasche. Mit ihm kann man auch gut grössere Touren, z.B. bis nach Hombori machen.

Reiseführer

Bradt Travel Guide: Mali (engl.) Von Ross Velton: ISBN Nr. 1 84162 077 7, Preis US$ 21,95 unsere Nummer eins, sehr ausführlich und gute Karten.

Le Guide du Routard: Afrique de l'Ouest (franz.), Verlag Hachette Livre auch gut, aber eher auf französische Leser ausgerichtet. In Deutschland nicht überall zu bekommen, ich habe ihn mir in Strassburg gekauft.

Le Petit Futé: Mali (franz.): Soll auch sehr gut sein, die Guides in Mali kennen ihn auch alle...

Lonely Planet: Westafrica (engl.): Nur die Notlösung, das Mali-Kapitel ist etwas dünn.

Fotografieren

Mali bietet zahlreiche traumhafte Motive, Menschen machen einen Großteil davon aus. Da Mali ein moslemisches Land ist, ist Fotografieren ein etwas sensibles Thema. Wer nicht nur Landschaften aufnehmen will, wird dies sehr schnell merken. Wer einfach draufhält, macht sich keine Freunde und wird oft mit wegrennenden Kindern oder wütenden Erwachsenen konfrontiert sein. Als Grundregel gilt in Mali: Bei Personenaufnahmen immer vorher fragen, besonders natürlich bei Portraits. Die Mühe lohnt sich, weil die Massenszenen oder die unauffälligen Schnappschüsse aus der Hüfte werden oft nicht so gut wie gewünscht.

Manchmal verlangen die Menschen Geld für Fotos. Das lehne ich grundsätzlich ab. Besser erst ein bischen smalltalk und dann freundlich fragen. Wenn sie immer noch unsicher sind oder zögern, hilft oft ein kleines cadeau... Viele Menschen denken, dass die Fotos für eine Reportage in einer Zeitung gemacht werden. Daher immer erklären, dass es sich nur um ein ganz privates Souvenir handelt. Kinder sind neugierig. Wenn sie sich oder die Freunde auf dem Display sehen, wollen sie meist gleich noch ein Foto... Für Digitalkameras unbedingt ein oder zwei Sätze Ersatzakkus mitnehmen. Es gibt nicht überall Strom und manchmal nur abends solange der Generator läuft. Die Kamera sollte in einer wirklich staubdichten Tasche verpackt sein, wenn sie nicht benutzt wird.

Übrigens: Die Fotos auf der Website sind mit einer kompakten Digitalen entstanden, meiner schon etwas betagten Canon A70. In vielen Situationen war sie schnell zur Hand (meist am Gürtel getragen) und man kann zur Not auch einhändig fotografieren (z.B. aus dem Fenster halten).

Einreisebestimmungen

Deutsche Staatsangehörige benötigen für die Einreise nach Mali ein gültiges Visum, das bei einer malischen Auslandsvertretung in Deutschland beantragt werden muss. Hierzu wird unter anderem ein bei Einreise mindestens noch 6 Monate gültiger Reisepass benötigt.

Der deutsche Kinderausweis muss mit einem Lichtbild versehen sein. Aufgrund der großflächigen Ein- und Ausreisestempel wird empfohlen, auch für Kinder Reisepässe mit einer Gültigkeit von 5 Jahren ausstellen zu lassen. Der Eintrag von Kindern im Reisepass eines Elternteils wird bis zum 16. Lebensjahr ohne Lichtbild anerkannt. Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige können sich kurzfristig ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon vorher unterrichtet wird.

Botschaft Mali in Deutschland
Kurfürstendamm 72
10709 Berlin
Telefon: 030-319988-3       www.mali-online.de
Fax: 030-31 99 88 48

Vokabeln

Nicht immer hilft das Wörterbuch weiter, einige Begriffe haben in Mali auch eine etwas andere Bedeutung.
- boisson, sucrerie: süsses Erfrischungsgetränk, Cola etc.
- faire une pose: ein Foto machen
- jetons: Geld, Münzen
- pisser: jemanden bestechen (mit Geld)
- pousser: begleiten
- rester: wohnen
- sortir: ins Ausland gehen, auswandern
- tourner: umhergehen, reisen
- pieces: Ausweispapiere
- Maquis: Kleine Bierbar, gibt’s an jeder Straßenecke. Dort trifft man die Einheimischen
- taxi-brousse / sept-place: Peugeot-Kombi, fährt erst los, wenn sich 7 bis 9 Passagiere gefunden haben, es können auch schon mal mehr werden in Mali
- baché: Peugeot-Pickup, s.o. 15-20 Passagiere
- toubabou: Wort für Weißer
- coca: Coca Cola
- dourouni: grüner Minibus in Bamako
- sotrama: grüner Minibus in Bamako
- insh-allah: So Gott will
- cadeau: kleines Geschenk, in allen Lebenslagen wichtig, gehört zum Lebenskonzept in Mali. Nicht jeder, der danach fragt ist korrupt oder ein Bettler...

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